Achtsamkeit, Meditation und Wissenschaft

Der Zugang zu Achtsamkeit und Meditation erfolgt oftmals über das Bedürfnis nach Entspannung, dem Wunsch nach Stressabbau und der Suche nach innerem Frieden. Diese Wirkungen stellen sich tatsächlich sehr rasch ein und man hat mit Achtsamkeit und Meditation Hilfsmittel zur Hand, die uns in unserem stressgebeutelten Alltag wunderbar unterstützen können.

Heute weiß man aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen, dass die regelmäßige Übung von Meditation und Achtsamkeit noch viel mehr positive Auswirkungen auf unseren Geist, unseren Körper und unsere Psyche hat.

Regelmäßige Achtsamkeitsübungen und Meditationen führen zu einer strukturellen Veränderung im Gehirn:

  • Bestimmte Gehirnregionen werden dicker (Hippocampus – spielt eine wichtige Rolle beim Lernen und für die Erinnerung)
  • Andere Regionen werden dünner (z.B.: Amygdala (Angst, Begierden))
  • Boost für den Präfrontalen Cortex (Entscheidungsfindung, Durchsetzungsvermögen...)

Einige wissenschaftlich erwiesene Auswirkungen von Achtsamkeit auf unser Wohlbefinden:

  • Verringerung von Stress
  • Weniger Angst
  • Weniger Panik
  • Weniger Depressionen
  • Menschen mit chronischen Schmerzen haben ein erfüllteres Leben
  • Bei krebskranken Personen und Patienten mit MS wird die Lebensqualität verbessert
  • Bei Menschen mit schweren Depressionen wird die Anzahl der Rückfälle verringert
  • Bessere Verarbeitung schwieriger Emotionen bei Stress (Veränderung der Aktivierung im Präfrontalen Cortex von rechts nach
    links → größere emotionale Ausgeglichenheit)
  • Positive Auswirkungen auf das Immunsystem
  • Aktivierung von Netzwerken im zerebralen Cortex – unmittelbare Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks.

Wissenschaftlich erwiesene längerfristige Auswirkungen bei regelmäßigem Meditieren:

  • Vermindertes Stresserleben
  • Verringerung von Angst
  • Liebe, Zufriedenheit und Gelassenheit werden verstärkt empfunden
  • Verringerung von Schlafstörungen
  • Größerer Intelligenzzuwachs als bei Nichtmeditierenden
  • Verbesserung der Lernfähigkeit
  • Akademische Leistung verbessert sich
  • Lösen von arithmetischen Problemen verbessert sich
  • Bessere Leistungen in motorischen Geschicklichkeitstests
  • Bessere Konzentrationsfähigkeit
  • Blutdrucksenkend
  • Cholesterinspiegelsenkend
  • Hilfe bei psychosomatisch bedingten Magen- Darm-Problemen
  • Langsamere Atmung und Herztätigkeit
  • Risiko von Atemwegserkrankungen sinkt
  • Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken sinkt
  • Verbesserung des Immunsystems (Erhöhung der Fresszellenaktivität)

(Quellen: „Achtsamkeit für Anfänger“, Jon Kabat-Zinn; Handbuch für Meditations- und AchtsamkeitslehrerInnen)

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